Fuego

Terra Circus

The Electric Family

# Titel Länge Musik / Text / Publisher Vorschau
1. Movin' 7:00 Rolf Kirschbaum / Rolf Kirschbaum / Strange Ways MV/Hanseatic
2. Lucrecia, My Reflection 8:48 Andrew Eldritch / Andrew Eldritch / n/a
3. When Dizzyness Comes Around 3:59 Harry Payuta, Chooby Harry, Lewis Panciera, Jim Blitzstein / Harry Payuta, Chooby Harry, Lewis Panciera, Jim Blitzstein / n/a
4. Mary, Mary, So Contrary 6:14 Michael Karoli, Holger Czukay, Jaki Liebezeit, Irmin Schmidt, Malcolm Mooney / Michael Karoli, Holger Czukay, Jaki Liebezeit, Irmin Schmidt, Malcolm Mooney / Spoon Music
5. Landmark Visions II 7:39 Tom Redecker / Tom Redecker / Strange Ways MV/Hanseatic
6. Santuario 2:54 Harry Payuta / Harry Payuta / n/a
7. Name the Dreamboat (Fanfare to the Shipyard Workers/Name the Wreck/Back in the Yard) 7:48 Tom Redecker / Tom Redecker / n/a

Liner Notes

Producer: -

Das erste Studioalbum seit 10 Jahren! 20 Jahre THE ELECTRIC FAMILY!

Eigentlich sind es bereits 21 Jahren, denn schon im Sommer 1996 hatte The Electric Family (damals noch als The Perc's Electric Family) ihren ersten Live-Auftritt beim Herzberg Festival. Aber 1997 erst erschien das Debütalbum "Welcome to the Family Show", und genau 20 Jahre nach dem Debüt kommt nun mit "Terra Circus" das fünfte Studioalbum des elektrischen Familenverbandes heraus. (Nebenbei bemerkt, das letzte Studioalbum "Royal Hunt" liegt nun auch schon 10 Jahre zurück, die Band wirkt gern in großen Schritten.)

Gegründet in Bremen von Tom "The Perc" Redecker versteht sich das Projekt von Anfang an als multimusikalischer Verband, der keine Grenzen kennt und sich in jedem Genre wohlzufühlen scheint, egal ob es sich dabei um Prog-, Kraut-, Punk-, Country- oder Folkrock handelt. Derartig spannende Herausforderungen rufen musikalische Mitstreiter auf den Plan, und so ist es nicht verwunderlich, dass zahlreiche Musiker aus so unterschiedlichen Bands wie Amon Düül II, Die Ärzte, Grobschnitt, Boa's Voodoo Club, Lokomotive Kreuzberg, Pankow, Rockhaus, Mojo Club, Emsland Hillbillies - um nur einige zu nennen -, sich der Band im Studio und auf Bühne anschlossen. Auch Ulla Meinecke lieferte ihren ersten englischsprachigen Plattenbeitrag überhaupt bei der Family ab. Für ihr zweites Album "Tender" hätte The Electric Family fast den Deutschen Schallplattenpreis erhalten, und bei dem dritten Album "Ice Cream Phoenix" liess es sich der amerikanische Rockschreiber David Fricke (Rolling Stone) nicht nehmen, die Liner Notes zu dem Album zu schreiben. "You can get lost in this music", war sein begeistertes Fazit, und grundsätzlich mag diese Einschätzung stellvertretend für alle Alben (und Auftritte) der Electric Family gelten.

Im Sommer 2016 versammelten sich mit The Perc (vocals, guitar), Harry Payuta (vocals, sitar, bass), Rolf Kirschbaum (vocals, guitar) und Hanno Janssen (drums) vier Bandmitglieder der ersten Stunde im Studio. dazu stießen Anders Becker, Keyboarder der legendären Mandra Gora Lightshow Society und mit Steff Ulrich ein weiterer Drummer.

Vorausgegangen waren ein paar geplante Gigs mit Agitation Free, die dann jedoch nicht stattfinden sollten. Also beschlossen die Musiker, ins Studio zu gehen und das nächste Studioalbum einzuspielen. War ja mal wieder Zeit! "Wir hatten Lust darauf, die Titel des nächsten Albums live einzuspielen, ohne Overdubs. Direkt und spontan. Hat ordentlich Spaß gemacht," erinnert sich Tom "The Perc" Redecker. "Auf die Setlist kamen nur Titel, die wir auch live spielen wollten."
In nur zweieinhalb Tagen war der Job vollbracht, und das Album stand.

Man kann ohne Übertreibung behaupten, dass "Terra Circus" das rockigste und treibendste Album der Electric Family geworden ist. Die Energie ist quasi fassbar, und besonders Gitarrist Rolf Kirschbaum (The Pachinko Fake, ex-Witt, ex-Fehlfarben) tobt sich aus, als ginge es um sein Leben. Aber die ganze Band präsentiert sich in allerbester Form: Harry Payuta zeigt wiederholt, dass er zu den besten Sitaristen der Zeit zählt, Analog-Keyboarder Anders Becker brilliert auf seinen Tasten, die beiden Trommler Janssen und Ulrich schieben und drücken ununterbrochen nach vorne, und Bandleader The Perc hält den Laden mit seinen 6 bzw. 12 Saiten zusammen. Die zutiefst eigenständigen Coverversionen waren immer das Salz in der Suppe der Electric Family, und auch diesmal lässt sich die Band nicht lumpen. "Lucrecia, my Reflection" der Sisters Of Mercy wird hier zum psychedelischen Monster mit Sitarunterstützung, und "Mary, Mary so contrary" von CAN zum leidenschaftlichen Beitrag mit Slide Guitar und einem dreiminütigen Orgelsolo im Schlussteil. Redecker, Payuta und Kirschbaum wechseln sich ab hinter den Mikros, und das Album endet mit der Jam Session "The Dreamboat", und danach darf auch nichts mehr kommen! Ein starkes, ein großes Album!


Über den Künstler

Bandprojekt von Tom Reddecker (The Per Meets The Hidden Gentlemen)

The Electric Family’s Website | Alle Alben von The Electric Family

FUEGO ID: 2692 | Album | Genre: Rock Krautrock Musik aus Bremen