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Die Anfänge:
Jürgen:
"Ich bin vor 15 Jahren auf eine Gitarre gestoßen und
habe mir fortan von Platten heruntergehört wie man sie spielt."
Olaf:
"Mein musikalischer Beginn war Peter Bursch's Gitarrenbuch."
Als Jugendliche
lernten sie sich in der Schule kennen und "... wir hatten
nichts anderes im Schädel als Gitarre zu spielen." Jürgen und Olaf gründeten die ROMEOS, trennten
sich allerdings kurze Zeit später wieder um privat erstmal eigene
Wege zu gehen.
Fortsetzung:
Anfang
'88 trafen die beiden sich dann auf einer Party, "bei der
viel getrunken wurde", wieder und beschlossen nochmals neu
anzufangen. Sie stießen auf Drummer Dietmar und gehörten
als Trio schon bald zum Muß in der hiesigen Live-Szene. Das
Bremer Label FUEGO nahm Kontakt zur Band auf, die
ROMEOS waren auf diversen Compilations vertreten,
offensichtlich tat sich etwas.
Der
erste Schritt:
FUEGO
nahm die ROMEOS unter Vertrag. Im Laufe des Jahres
'89 spielten Jürgen, Olaf und Dietmar ihr Debutalbum "Juliet"
ein. "Up And Down" war die erste Single-Veröffentlichung,
ein Stück Vinyl das noch heute die legendäre
"Federsingle" genannt wird (Das Cover war geteert und gefedert).
Der Longplayer "Juliet" schlug unerwartet
grandios ein. Der Musik Express wählte es zum Album des Monats, praktisch über Nacht wurden
die ROMEOS zu den großen Hoffnungsträgern
unabhängiger deutscher Pop-Musik.
Nächste
Fortsetzung:
Der überraschende
Erfolg des Albums bescherte dem Trio eine Einladung, die irischen Pogues durch die größten Konzerthallen
der Republik zu begleiten. Noch rechtzeitig vor Tourbeginn stießen
sie auf Michael Jungblut, der fortan die Lead-Gitarre
der ROMEOS spielen sollte. Die Tour im November war
äußerst erfolg- und lehrreich für die Band, "wir
haben zum ersten Mal am wirklichen Profi-Zirkus geschnuppert."
Samples!
?
Im Januar
'91 erschien "Cool Wet Cross", eine E.P.
die Kritiker und Fans verwirrte. Im Heimstudio eines Freundes arbeitete
das Quartett mit allerlei Technik und gerade neuen Sample-Rythmen,
dessen Ergebnis diese äußerst tanzbare Mini-LP war. Weiteres
Lob der Medien folgte, viele Magazine nannten die ROMEOS
die beste deutsche Nachwuchsband. "Für uns war diese
Platte eine erfolgreiche Lehrstunde in Sachen Studioarbeit und Technik."
Der
zweite Schritt:
Nur kurze
Zeit später begannen die ROMEOS mit der Arbeit
am nächsten Album. Das Album wurde erstmals mit dem neuen Schlagzeuger Jochen Klein eingespielt und man begann mit den Studiosessions
im Juli '91. "We Can Make It" erschien
im Januar '92 und belegte Platz Zwei
der ME/Sounds-Charts. Die Kritiker waren auf ihrer
Seite, die Fangemeinde vergrößerten sie während der
folgenden Deutschland-Tour und auf unzähligen Festivals.
Die
Rookies:
Im Sommer
1992 nahm die WEA Kontakt zu den ROMEOS auf. Schnell
einigte man sich auf eine Zusammenarbeit. Die Suche nach einem geeigneten
Produzenten für die erste Produktion erledigte sich fast von
selbst. Stephan Galfas, der mit Größen
wie Meat Loaf, Cher, Kool And The Gang und Aerosmith arbeitete, sah
die ROMEOS zufällig bei ihrem Auftritt im Hamburger
Marquee. Er war begeistert und sofort gewillt das neue Album zu produzieren.
Erste Vorabaufnahmen wurden in Bremen/Oldenburg eingespielt, danach
zog die Band mit Stephan nach New York. Gut zwei Monate nisteten sie
sich in den "Carriage House Studios" ein, um ihr drittes
Album zu realisieren. "Für uns war die Arbeit am Album
anders als bisher. Alles verlief sehr viel professioneller, das Studio
war sehr gut, Stephan Galfas war weit mehr als nur Knöpfchendrücker,
die Band ist intern gewachsen."
Die insgesamt
14 eingespielten Songs wurden auf dem CD-Album"Rookies
Of The Year" veröffentlicht.
Let
the Goldfish go:
Nach
dem erfolgreichen Debut beim Major WEA, beschloß man, die nächste
Produktion in Deutschland einzuspielen. Das Peppermint Park Studio
(Fury In The Slaughterhouse) in Hannover bot sich an, da es im Wohn-
und Einzugsgebiet der Gruppe lag und über eine der besten Aufnahmemöglichkeiten
in Deutschland verfügte.
Die Produktion
war ausgereifter als ihr vorhergehendes Werk, da die Romeos durch
die Erfahrungen in New York nun auch ihren Umgang in großen
Studios gelernt hatten.
Aber
man lernt ja nie aus:
Kurz
nach Fertigstellung und parallel zur Veröffentlichung des Albums
unter dem Titel "Let the Goldfish go", folgte die große Überraschung für die Band. Die Plattenfirma
hatte interne Umstrukturierungen vorgenommen und kein Ansprechpartner
der Firma war mehr für das Produkt zuständig. Nach einigen
Wochen hilfloser Suche nach den richtigen Kompetenzen in der Firma,
einigte man sich in einer Krisensitzung auf eine Abstandszahlung und
die gegenseitige Vertragsauflösung. Das war 1994.
Die Romeos
haben von dem Geld eigenes Aufnahme-Equipment gekauft und experimentieren
den Rest des Jahres in verschiedenen Wohnzimmern mit ihren neuen Aufnahmemöglichkeiten.
Was
raus muß, muß raus:
Im Laufe
der Zeit haben sich so über dreißig Titel der verschiedenen
Sessions auf Band gesammelt und man beschließt, unabhängig
und unter eigener Kontrolle, daraus eine CD zusammenzustellen. Im Mai 1996 erscheint unter dem Titel "Blue
Mental" das sechste Albumn und die erste Eigenproduktion
der ROMEOS .
Vieles
klingt wieder wie der typische Romeos-Sound der früheren Aufnahmen.
Nun weiß man auch, daß die teueren Industrie-Produktionen
durch ihre Perfektion vieles von dem Charme der Songs nahmen. Diese
positive Erfahrung gab der Gruppe den Mut, diesen Weg weiter zu beschreiten.
Die
Unwägbarkeiten von Raum und Zeit:
Und so
war für Frühjahr 1997 das nächste Album in Eigenregie
geplant, doch plötzlich wurde es dunkel und niemand konnte mehr
etwas sehen. Es stellte sich heraus, das jemand das Licht ausgemacht
hatte und nicht darauf geachtet hat, dass die vier Romeos noch mit
im Raum waren und so verblieben sie dann auch und konnten sich nicht
allein aus diesem Raum befreien weil keiner von ihnen wusste wo das
Licht eingeschaltet wird. Man konnte in diesem Raum die Hand nicht
vor Augen sehen und deshalb waren die Ohren und die Phantasie der
vier gefragt etwas zu unternehmen.
Sie
arbeiteten und arbeiteten sich Pläne aus - jeder so wie ihm zu
Mute war und über die Jahre schrieben sie viele neue Songs und
rauften sich in der Dunkelheit zu einem neuen Licht zusammen was den
Raum erhellte und mit Hilfe dieses Lichtes entkamen sie im Frühjahr
2003 aus ihrer unfreiwilligen Gefangenschaft und machten da weiter
wo sie 1996 aufgehört hatten.
Sie probten
und probten und nahmen im Sommer 2003 im Tonstudio
Roter bei Oldenburg ihren 7. Longplayer auf. Die
CD heißt "Septemper Roses" und ist
vollgepackt mit neuen Songs die in alter Romeos Qualität die
ganzen Jahre der Verlorenheit sofort vergessen lassen.
Sie sind
wieder da die vier aus Oldenburg und Bremen und lassen auch ihr Live-Publikum
nicht im Stich. Eine Mischung aus alten und neuen Songs lässt
so manche Erinnerung an die frühen Jahre und gleichzeitig den
Geschmack nach mehr in Zukunft aufkommen.
2007 - vier Jahre nach dem letzten regulären Album - veröffentlichen die Romeos neue Aufnahmen mit Songs der beiden bei der WEA 1993 & 1994 erschienenen Alben, die "fast" als verschollen gelten - die Lieder klingen komplett anders, in neuer Interpretation & Bearbeitung. Das Album heisst 'zweideutig' ;-) - "SOLD SONGS" und beinhaltet die Titel:
We Can’t Find |
Really Good For Nothing |
Coal Man |
Let The Goldfish Go |
Goodbye, Goodbye |
Under The Moon |
Six Roses |
I Want You |
Oh You |
You Set Me Right |
Magic Hood |
Why Do The Bad Things Make Me High |
Guitar Heaven |
PSSST - NIEMAND WEISS ES: Unter dem Pseudonym "Super Chock Verzerrer" haben die Musiker der Romeos ein Ambient-Projekt am Laufen, das bisher schon vier Alben veröffentlicht hat.
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